Augenerkrankungen

Augen­er­krankungen als Folge anderer Krankheiten

Hierbei ist die sog. diabetische Retinopathie zu erwähnen, die sich beim zuckerkranken Patienten manifestieren kann. Es kommt zur Wassereinlagerung in die Netzhaut, was zum Abfall des Sehvermögens führt. In den schwersten Fällen kann es dann im Verlauf zu einer Netzhautablösung kommen, welche dann zur Erblindung führen kann.

Deshalb gilt für alle Diabetiker: regelmässige 1-2-jährige Augenkontrollen! Jeder Diabetiker sollte nebst seinem Blutzucker auch regelmässig seinen Blutdruck kontrollieren, da dieser wiederum massiv die Entwicklung der Netzhautproblematik beeinflussen kann.

Die Behandlungen sind meist in Form einer Laserverödung der betreffenden Netzhautstellen.
Ggf. muss ein grosser Eingriff, die Vitrektomie (=Entfernung des Glaskörpers) durchgeführt werden.

Netzhaut-Erkrankungen / Sehbehinderung

Die Hauptursache für Blindheit und Sehbehinderung sind in allen Industrieländern die altersabhängige Makuladegeneration (AMD), das Glaukom und die diabetische Retinopathie. Diese Augenkrankheiten steigen mit zunehmendem Alter erheblich. Da die Lebenserwartung in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist und die geburtenstärkeren Jahrgänge, die für diese Krankheiten typische Altersgruppe erreicht haben, ist somit ein Anstieg der Anzahl Blinden und Sehbehinderten zu verzeichnen. 

Es gibt eine grosse Anzahl von Netzhauterkrankungen wie Entzündungen, Infektionen, Netzhautablösungen jeglicher Art, Melanome, andere bös- und gutartige Geschwülste, Ableger anderer Krebsarten (Metastasen), Gefässerkrankungen, Veränderungen der Netzhaut im Rahmen von Allgemeinerkrankungen (Rheuma, Diabetes, immunologische Erkrankungen etc.) Im Allgemeinen merkt der Patient von vielen Netzhauterkrankungen wenig bis gar nichts, es sei denn, das Zentrum (=Macula) ist mitbetroffen (schlechtes Sehen für Nah und Fern).

Die häufigste Form der Netzhauterkrankungen ist Makuladegeneration.

Darstellung der Makula und Fovea in der OCT (Optical Coherenz Tomography):

Sehnerv-Erkrankungen

Dies ist ein ganz spezielles Kapitel, das nur wenige Menschen betrifft (1-6 Personen auf 100’000, Frauen häufiger als Männer).

Sehnerventzündung (Neuritis nervi optici): Entzündliche Erkrankungen des Sehnervs, entweder im Auge (Papillitis) oder hinter dem Auge (Retrobulbärneuritis) oder mit Beteiligung der Netzhaut in der Umgebung der Papille (Neuroretinitis).
Bei einer Sehnerventzündung (Neuritis nervi optici) ist der Nervus opticus entzündet, der uns das Sehen ermöglicht. Er verlässt die Netzhaut (Retina) an der sogenannten Papille in Richtung Gehirn und leitet dorthin die Signale, die durch den Lichteinfall auf die Retina entstehen.
Der Sehnerv kann sowohl nahe der Papille als auch erst im weiteren Verlauf entzündet sein. Liegt die Neuritis nervi optici an der Papille, spricht man auch von einer Papillitis. Liegt das Entzündungsgeschehen hinter dem Auge spricht man von einer Retrobulbärneuritis.

Meist bleibt die eigentliche Ursache unklar. Die Sehnerventzündung kann im Rahmen verschiedener Krankheiten auftreten wie zum Beispiel Autoimmun- und Systemerkrankungen, Infektionen, Vergiftungen. Sie ist eng mit der Multiplen Sklerose verknüpft. Das Sehvermögen der Patienten vermindert sich stark innerhalb kürzester Zeit.

Dies ist ein ganz spezielles Kapitel, das nur wenige Menschen betrifft (1-6 Personen auf 100’000, Frauen häufiger als Männer).

Sehnerventzündung (Neuritis nervi optici): Entzündliche Erkrankungen des Sehnervs, entweder im Auge (Papillitis) oder hinter dem Auge (Retrobulbärneuritis) oder mit Beteiligung der Netzhaut in der Umgebung der Papille (Neuroretinitis).
Bei einer Sehnerventzündung (Neuritis nervi optici) ist der Nervus opticus entzündet, der uns das Sehen ermöglicht. Er verlässt die Netzhaut (Retina) an der sogenannten Papille in Richtung Gehirn und leitet dorthin die Signale, die durch den Lichteinfall auf die Retina entstehen.
Der Sehnerv kann sowohl nahe der Papille als auch erst im weiteren Verlauf entzündet sein. Liegt die Neuritis nervi optici an der Papille, spricht man auch von einer Papillitis. Liegt das Entzündungsgeschehen hinter dem Auge spricht man von einer Retrobulbärneuritis.

Meist bleibt die eigentliche Ursache unklar. Die Sehnerventzündung kann im Rahmen verschiedener Krankheiten auftreten wie zum Beispiel Autoimmun- und Systemerkrankungen, Infektionen, Vergiftungen. Sie ist eng mit der Multiplen Sklerose verknüpft. Das Sehvermögen der Patienten vermindert sich stark innerhalb kürzester Zeit.

Leitsymptome

    – Schmerz hinter dem Auge, der sich bei Augenbewegungen oder Druck auf den Augapfel verstärkt, oder Kopfschmerzen
– Rasche, meist einseitige Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung
– Blinde Stelle in der Mitte eines Auges (zunehmendes Zentralskotom)
– Erheblich gestörtes Farbsehen, Farben werden dunkler und matter wahrgenommen,
Kontraste schlechter (Nebel)

Bei 75 % der Sehnerventzündungen bleibt die Ursache ungeklärt!

Behandlung

Eine intravenöse Kortison-Stoßtherapie (mit hohen Dosen) beschleunigt das Abklingen der Entzündung, hat aber keinen Einfluss auf das endgültige Sehvermögen. Es kann eine Spontanbesserung innerhalb von 4 Wochen eintreten, häufig bleibt eine Abblassung der Papille als Zeichen eines Sehnervenschwunds (Optikusatrophie), der mit einem Nachlassen der Sehschärfe und/oder Gesichtsfeldeinschränkungen verbunden ist.

allg: Da diese Erkrankungen aber sehr speziell sind, wird hier nicht auf die verschiedenen Ursachen eingegangen.
Diese Krankheiten werden in Kooperation mit dem Internisten und Neurologen behandelt und für jeden einzelnen betroffenen Patienten separat besprochen.

Schielen

Schielen muss dringend im Kindesalter von einem Augenarzt untersucht werden, um mögliche bleibende Sehschwächen zu eruieren und gegebenenfalls rechtzeitig zu therapieren.

Alarmzeichen:
In den ersten 4 Monaten sollten die Eltern beim Kind auf äusserliche Auffälligkeiten der Augen achten, wie z.B. Augenzittern, Hornhauttrübungen, grau-weisslich verfärbte Pupillen, Lidveränderungen oder grosse lichtscheue Augen. Ein plötzliches Schielen mit Doppelbildern kann im Rahmen von unterschiedlichsten Erkrankungen vorkommen (Zuckerkrankheit, hoher Blutdruck, Infektionskrankheiten, nach Gefässverschlüssen, nach Hirninfarkten, bei Hirntumoren etc.). Auch hier muss gehandelt werden, denn nicht alle plötzlich auftretenden Doppelbilder sind harmlos.

Therapie: wenn der Schielwinkel genügend gross ist UND stabil, kann gegebenenfalls eine Schieloperation, die meist in Vollnarkose durchgeführt wird, diskutiert werden.

Grüner Star (Glaukom)

Der Grüne Star eine Erkrankung des Auges, bei welcher eine Augeninnendrucksteigerung in absehbarer Zeit zu einer fortschreitenden Schädigung des Sehnervs bis zur unwiderrufbaren Blindheit führen kann. „Wer zu spät kommt, der ist zu spät“.

Es gibt verschiedene Glaukomformen. Bei der häufigsten Form, dem chronischen Offenwinkelglaukom, hat der Patient KEINE Beschwerden. Es gilt: ab dem 40. Lebensjahr regelmässige augenärztliche Kontrollen. Die Augeninnendruckmessung beim Optiker genügt nicht!!!!

Therapie: zunächst medikamentös, meist in Form von augeninnendrucksenkenden Augentropfen.
Bei bestimmten Glaukomformen kann eine Lasertherapie durchgeführt werden. Zum Zuge kommen auch unterschiedliche mikrochirurgische Eingriffe, je nach Ausgangslage/Beschaffenheit des betreffenden Auges. Alle genannten Therapien führen lediglich zu einer Verlangsamung/Verzögerung des Krankheitsverlaufes, nicht jedoch zu einer Heilung!!

Grauer Star (Katarakt, Linsentrübung)

Symptome: Sehverschlechterung, „allmählicher Schleier“, Blendung, mit der Zeit allgemein schlechteres Sehvermögen. Die häufigste Form ist die Alterskatarakt (auf Alterung beruhend). Des weiteren können Zuckerkrankheit, Speicherkrankheiten, bestimmte Medikamente, Unfälle sowie Augenentzündungen selber usw. zu einer Linsentrübung führen.

Behandlung: nur operativ möglich, wird ambulant durchgeführt.

Neue Behandlungsmöglichkeit mit dem Femtosekundenlaser:
Damit können einige sehr wichtige Schritte bei der Kataraktoperation sicherer gemacht werden; die Präzision ist ungeheuer und somit ist diese Methode für die Patienten angenehmer, da Manipulationen am Auge nur noch geringgradig sind.

Fehlsichtigkeit

Wenn ein Kameraobjektiv nicht richtig eingestellt wird, wird eine Fotografie unscharf. Ebenso empfängt die Netzhaut des Auges unscharfe Bilder, wenn die Brechkraft von Hornhaut und Linse nicht auf die Augenlänge abgestimmt ist. So ist die Augenlänge für die vorliegende Brechkraft bei einem kurzsichtigen Auge zu lang, bei einem weitsichtigen Auge zu kurz. Bei einer Hornhautverkrümmung (Stabsichtigkeit=Astigmatismus) empfängt die Netzhaut verzerrte und somit unscharfe Bilder, wie sie etwa von gebogenen Spiegeln auf dem Jahrmarkt bekannt sind.

Wie können Fehlsichtigkeiten ausgeglichen werden?

Normalerweise mit Brillengläsern

Kontaktlinsen

Operationen gegen Fehlsichtigkeit

Wir beraten Sie kompetent in der Augenarztpraxis.

Trockene Augen

Ein trockenes Auge (Oberflächenbenetzungsstörungen) ist eine chronische Erkrankung, die zwar sehr gut behandelt, aber praktisch nicht geheilt werden kann. Es ist eine multifaktorielle Erkrankung der Tränen und der Augenoberfläche, die zu Symptomen, Sehstörungen und Träneninstabilität mit gegebenenfalls Veränderungen der Augenoberfläche führt.

Störungen des Tränenfilms können durch viele Faktoren verursacht werden, z.B. Lidrandentzündungen, Kontaktlinsen, Bildschirmarbeit, hormonelle Veränderungen, Genussmittel wie Alkohol und Nikotin. Symptome des trockenen Auges sind z.B. Trockenheits- oder Sandkorngefühl, Rötung der Augen, tränende, brennende Augen, Stechen, Jucken und erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Therapie: Im Vordergrund steht die lokale Therapie, in erster Linie mit tränenfilmstabilisierenden Augentropfen. Das „trockene Auge“ bedeutet nicht immer „Mangel an Flüssigkeit“. Oft müssen die meist mehreren fehlenden Komponenten ersetzt werden. Tränenersatzstoffe wie künstliche Augentränen, Augengels, entzündungshemmende Substanzen, Fettsäurentherapie (Omega-3-Fettsäuren!) etc. stehen zur Verfügung.

Unfälle

Verätzungen/Verbrennungen:
Verätzungen erfordern die sofortige Ausspülung der Ätzflüssigkeit mit viel Wasser (15-30 Minuten lang!)

AUF KEINEN FALL MILCH VERWENDEN!!!

Mechanische Verletzungen (z.B. Ball, Schlag auf den Augapfel):
Ohne dass irgendwelche äusseren Verletzungen am Auge selbst sichtbar sind, sind sehr schwere Verletzungen im Auge möglich, welche erst Jahre später Komplikationen verursachen können.

Lid- und Tränenwegsverletzungen können zu kosmetischer Entstellung und damit auch verbundenen Symptomen wie Tränenlaufen, Infektionen und allgemein zu Oberflächenbenetzungsstörungen des Auges führen.

Rote Augen

Unter dem Begriff „rotes Auge“ sind alle Krankheiten zu verstehen, die ein rotes Auge verursachen können. Hier gilt ganz allgemein: Falls eine Besserung (mit oder ohne Therapie) nicht innert 2 Tagen eintritt oder gar eine Verschlechterung, dann sollte unverzüglich ein Augenarzt aufsuchen werden.